Smart-Home Lösungen von Amazon, Tado und TP-Link im Selbstversuch

Entspannung dank Smart-Home-Lösungen von Amazon und Co.

Seit Januar habe ich eine Neue, Sie heißt Alexa. Meine Kinder mögen Sie, nur meine Frau noch nicht. Alexa ist eine virtuelle Assistentin, die Amazon uns im schicken Gehäuse eines Amazon Echo zur Verfügung stellt. Nach einigen Wochen Wecker stellen und Radio hören auf Zuruf habe ich nun begonnen mich damit zu beschäftigen wie ich mein Haus zum Smart-Home gewandelt bekomme. Inzwischen steuern wir Heizung, Steckdosen und bald auch noch Lampen über Alexa und die angebundenen Systeme. Hier ist mein Anwenderbericht:

Alexa ist da

Kurz nach Weihnachten erreicht mich die E-Mail von Amazon mit der Einladung Amazon Echo kaufen zu dürfen. Technikbegeistert wie ich bin, schlage ich sofort zu und in bekannter Amazon-Manier kommt am nächsten Tag ein Prime-Paket bei mit an. Im Paket findet sich ein Amazon Echo und ein Echo Dot.

Ich widme mich zuerste dem Echo, richte ein Alexa Konto bei Amazon ein, installiere die App auf dem Handy und verbinde den Echo mit dem WLAN. Selbst für mittelmäßig technisch begabte, die ein Tablet oder Smartphone zur Hand haben eine durchaus lösbare Aufgabe.

Spotify für mein Musikstreaming ist bereits installiert. Lediglich die Accountdaten muss ich noch eingeben. Dazu installiere ich noch zwei Skills (nichts anderes als die Bezeichnung für Apps im Alexa-Universum) , einmal für die Zusammenfassung der Tagesschau, dann die BMW Connected App für mein Auto. Jetzt kann ich die Standheizung aktivieren ohne Handy oder Fernbedienung suchen zu müssen.

Spotify funktioniert auf Zuruf prima. Radio Streaming über TuneIn klappt auch ganz gut: Der Befehl „Alexa spiele Radio Siegen von TuneIn“ wird prompt umgesetzt.  Beim Abendessen merken wir dann allerdings, dass das was dort gesendet wird kein „Sejerlännr Pladd“ ist: Alexa spielt seit zwei Stunden den slowakischen Sender Radio7 😀 Nachdem wir den Befehl mit einem deutlichen „Sie-gen“ immer wieder gesagt und den Sprachfeedback-Link der App genutzt haben, funktioniert der Aufruf inzwischen tadellos. Alexa hat gelernt und ich bin beeindruckt.

Echo Dot – mein neuer Wecker

Mit dem großen Echo wurde auch noch ein kleiner Echo Dot bestellt und geliefert. Ich hatte mit darunter so eine Art Range-Extender für den großen Echo vorgestellt, so dass wir das System auch aus einem anderen Raum heraus bedienen können. Echo Dot ist jedoch ein vollwertiges Gerät. Es nutzt den gleichen Alexa Sprachservice, nur der Lautsprecher ist auf dem Niveau eins 5 Euro-Radios, Dot kann aber mit Bluetooth um externe Lautsprecher erweitert werden.

Nach dieser und der positiven Erkenntnis, dass Alexa uns selbst aus der Entferung heraus wunderbar „hören“ kann, nutze ich den Dot nun als meinen Wecker. Einziger Nachteil: Wenn man nachts wach wird und wissen möchte wie viel Uhr es ist, muss man Alexa Fragen „Alexa wieviel Uhr“ und Alexa antwortet „Es ist vier Uhr dreizundzwanzig“. Meine nun ebenfalls erwachte Frau fügte dann nur noch hinzu „und Dein letztes Stündchen hat gerade angefangen“…. Ups…

Sooo langweilig

Die Amazon-Shoppingfunktion habe ich gesperrt. Auf Zuruf kauft Alexa also nicht ein. Neben dem Webradio und der täglichen Zusammenfassung nutze ich Alexa nun als Wecker und Radio. Easter Eggs wie „Alexa Selbstzerstörung“ oder „Alexa mach den Abwasch“ sind kleine Gags, aber ich bemerke aufkommende Langeweile. Ich beginne mich mit den Smart-Home Lösungen zu beschäftigen, im Wesentlichen sind das für mich die Bereiche Heizungssteuerung, Steckdosen und Lichtsteuerung. Die Seite https://www.amazon.de/alexasmarthome hift schonmal um sich einen Überblick zu verschaffen.

Jede Brücke eine Krücke

Bei meiner Recherche fällt mir auf, dass ich fast für jeden Hersteller erstmal eine „Brücke“, eine „Bridge“ kaufen muss. Die Bridge wird an den Router angeschlossen, die smarten Geräte verbinden sich zur Bridge und von dort zu den Servern des Anbieters. Hierhin verbindet sich auch meine Alexa. Ich glaube zunächst an einen Scherz: Möchte ich die smarten Heizungstermostate von Tado in Verbindung mit der Lichtstuerung Hue nutzen brauche ich je eine Bridge für jeden Anbieter. Das muss doch besser und einfacher gehen… Ich habe zwar ein großes Multi-Mediafeld im Sicherungskasten verbaut aber doch nicht für 10 verschiedene Bridges.

Einzig TP-Link bietet smarte Steckdosen und demnächst auch Lampen an die direkt mit dem WLAN verbunden werden. Ich muss wohl nicht weiter ausführen was ich gekauft habe…

Smart-Home im Multimedia-Feld des Sicherungskastens
Definitiv kein Cable-Porn: Fritz-Box mit der bereits vorhandenen weißen Netgear-Arlo-Basisstation und der neuen kleinen Tado-Bridge.

TADO Heizungsthermostate

TADO bietet eine intelligente Steuerung von Heizung und Heizkörpern an. Über eine App erkennt das Smart-Home System wenn man das Haus verlässt und regelt die Heizung entsprechend runter. Nähert man sich dem Smart-Home wieder wärmt die Heizung die Räume wieder auf. Das ganze selbstlernend, mit schicker App und natürlich auch einer Anbindung an den Wetterbericht. Doch die erste Hürde kommt schon: Für rund 250 Euro könnte ich die Heizungsanlage mit Tado direkt ansteuern. Verlasse ich (oder meine Frau) das Haus regelt die Heizung runter. Da wir jedoch eine Einliegerwohnung vermieten, wird es schwierig den Mietern zu vermitteln warum es immer kalt wird, wenn wir das Haus verlassen.

Also müssen wir die Thermostate einzeln ansteuern: Schlappe 600 Euro kosten mich 8 Thermostate (2x Wohnzimmer, 2x Esszimmer, Badezimmer, Arbeitszimmer, Kinderzimmer, Gästebad), sowie die obligatorlische Bridge. Was tut man nicht alles für ein bischen Komfort… Flugs die Bridge and den Router angeklemmt, online registriert und die App installiert. Dann nacheinander die einzelnen Thermostate koppeln. Eine Schritt für Schritt Anleitung macht es idiotensicher.

TP-Link Smart Plug

Die smarte Steckdose von TP-Link kommt dagegen schon für 30 bis 40 Euro daher und kann direkt ins WLAN eingebunden werden. Natürlich auch hier wieder Registrierung, App laden, Skill auf Alexa installieren und die Konten verknüpfen. Nachdem die Steckdose im WLAN ist kann über die App ein Name vergeben werden. Beim mir steuert die Steckdose die Espessomaschine an. Ein zwei Leuchten werden sicher noch folgen sobald die angekündigten WLAN-LED-Lampen von TP-Link verfügbar sind.

SMART-HOME = Viel Geld für mehr Komfort

Alles in allem hat mich das Smart-Home mit Alexa mehr als 800 Euro gekostet. Unter dem Gesichtspunkt „Kosten und Energieeinsparung“ wird sich der Invest erst für meine Urenkel rechnen. Der Komfortgewinn ist aber spürbar!

Die neuen Tado Thermostate stellen sich automatisch mit dem nächsten Schaltintervall wieder ein, wenn zum Beispiel der Junior die Temperatur im Bad auf knackige 17 Grad einregelt. Im Wohnzimmer haben wir zwei Designheizkörper, die so schick sind das das hässliche Thermostat so angebracht werden musste, dass es nur in Bauchlage auf dem Boden liegend zu erreichen ist. Und das natürlich jedes mal, wenn der Kamin angeschmissen wird, die Sonne das Wohnzimmer aufheizt oder die Terrassentür offen steht. Mit der smarten Steuerung ist das mit Handy oder Zuruf an Alexa „Alexa schalte Wohnzimmer ab“ erledigt. Die Verbindung zur Wettervorhersage ist deutlich besser als die konventionelle Steuerung mit Heizungsaußenfühler und Zimmerthermometer.

Total begeistert bin ich von der smarten TP-Link-Steckdose. Lief die Espressomaschine mit mehr als 1 kw sonst über Stunden, nur um in Bereitschaft zu sein, wenn ein kleiner Schwarzer verlangt wird oder nur schlicht vergessen wurde sie abzuschalten funktioniert auch das nun per App und wenn gewünscht auch auf Zuruf.

Was wir jetzt im Haus haben ist eine Datenkrake, das ist mir und meiner Frau bewusst. Alle Systemen lernen, wie wir uns verhalten, wann wir das Haus verlassen, wann wir wiederkommen, Alexa lernt sogar noch unsere Stimmen besser zu verstehen. Ob man das möchte muss jeder selbst für sich entscheiden. In diesem Monat wurde von Amazon jedoch der Alexa Voice-Service freigegeben, so dass Hersteller über offene APIs den Cloud-basierten Sprachdienst Alexa in ihre internetfähigen Endgeräte integrieren können. Wir kommen also künftig kaum noch um Alexa herum.

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Oliver Kraft

Oliver Kraft ist Gründer und Geschäftsführer des auf E-Commerce-Lösungen spezialisierten Dienstleisters sologics GmbH & Co. KG.Der staatlich geprüfte Betriebswirt kann auf mehr als 18 Jahre E-Commerce Erfahrung zurückgreifen. Er begleitet erfolgreich zahlreiche E-Commerce Projekte verschiedenster Größenordnung – vom Startup bis zum börsennotierten Großunternehmen.Oliver Kraft ist verheiratet und stolzer Vater von 2 Söhnen.

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