Keine halben Sachen

Achtung Ironie!

Media Markt und Saturn drängen quasi als First-Mover in eine bis dato kaum wahrgenommene Nische im E-Commerce, den Handel mit Elektronikartikeln.

Dass man diesen Schritt so früh wagt, dazu gehört zunächst einmal eine Menge Mut, gibt es doch bis dato keine nennenswerten Erfahrungen mit dem Verkauf von z.B. Fernsehern, Kaffeemaschinen oder Computern über das Internet. Gerade hinsichtlich der Frage, ob diese Produkte überhaupt für den Vertriebsweg Internet geeignet sind, herrscht nach wie vor Uneinigkeit. Diese Skepsis ist berechtigt, wollen die Konsumenten Produkte doch regelmäßig vor dem Kauf begutachten und anfassen. Auch der Hinweis der fehlenden persönlichen Beratung im Internet darf bei dieser Betrachtung nicht außer Acht gelassen werden. Media Markt und Saturn scheinen sich von der allgemeinen Zurückhaltung allerdings nicht beeindrucken zu lassen und werden damit ihrem Ruf als Innovationstreiber in Zeiten des Internets gerecht. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die Umsatzziele für das Online-Geschäft durchaus hochgesteckt sind. Mehr als zwei Milliarden Euro bis 2013/2014 zeigen die Ernsthaftigkeit mit der man das Thema vorantreiben möchte.

So viel Experimentierfreudigkeit und Weitblick wünscht man auch anderen gestandenen Offline-Händlern.

Philipp Hoberg

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