Google Mobilegeddon-2 – Wer nicht mobil optimiert, verliert

Vergangenen Mittwoch kündigte google in seinem Blog an, dass Anfang Mai eine weitere Änderung des google Algorithmus vorgenommen wird. Mit dieser Änderung erhalten mobil optimierte Seiten im Ranking einen weiteren „Boost“.

Rund ein Jahr nach der ersten großen Änderung des Algorithmus, wird diese neuerliche Änderung das Ranking von nicht mobil optimierten Seiten in den Ergebnislisten weiter verschlechtern. In SEO Kreisen wird das angekündigte Update daher schon mit dem wenig Positives verheißendem Namen „Mobilegeddon-2“ bezeichnet.

Aus unserer Sicht wäre eine passendere Bezeichnung sicherlich „Smartphonegeddon“, denn es geht zwar grundsätzlich darum ob eine Seite mobil optimiert ist oder nicht, Unterschiede zur „normalen“ google Desktopsuche werden jedoch nur auf Smartphones sichtbar.

Mobiler Suchindex bereits seit April 2015

Schon im April letzten Jahres hat google damit begonnen, spürbar Druck auf die Seitenbetreiber von mobil nicht optimierten Seiten aufzubauen. Das damals ausgerollte erste Mobilegeddon sorgte bereits für eine Menge Diskussionen und sicherlich auch ein wenig Panikmache. Auch wenn die Meinung der Experten hier viel Raum für Interpretation ließen, gibt es keine Widersprüche, dass seitdem im Smartphoneranking entsprechend mobil optimierte Seiten einen Vorteil haben und besser gelistet werden.

Für die Desktop-Suche wurde viel darüber spekuliert, ob eine fehlende Mobiloptimierung Nachteile mit sich bringt. Die google Analystin Zineb Ait Bahajji verneint jedoch klar negative Auswirkungen einer nicht mobil optimierten Seite auf die Desktopsuche.

Die Erkenntnis des vergangenen Jahres ist, dass google je einen eigenen Suchalgorithmus für die Smartphone Suche als auch für die Desktop-Suche eingeführt hat. Das bedeutet, dass die Sichtbarkeit und die Position im google Ranking einer Webseite zwischen der Desktop Ansicht und der Ansicht auf dem Handy differieren kann. Sie können also mit Ihrer Seite und einem Suchergebnis auf dem Desktop gut gelistet sein, auf dem mobilen Gerät jedoch deutlich schlechter zu finden sein.

Wer seine Rankings und die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen überwacht, sollte darüber nachdenken dies künftig gesondert für Smartphones zu machen.

Bessere Suchergebnisse in Abhängigkeit vom Endgerät

Auch wenn die Änderung in den Augen vieler Seitenbetreiber nervig zu sein scheint, verfogt google ein gutes und sinnvolles Ziel: Die Suchmaschine möchte seinen Benutzern das beste Sucherlebnis und das beste Suchergebnis präsentieren. Dazu gehört auch, dass eine für Mobilgeräte optimierte Seite bei der Ansicht der Suchergebnisse auf einem Mobilgerät bevorzugt wird.

Um selbst zu testen ob die eigene Seite oder der eigene Shop mobil optimiert sind, stellt google einen Test bereit: https://www.google.de/webmasters/tools/mobile-friendly/.

Screenshot des google Tools zur Prüfung einer mobil optimierten Webseite

Nicht zurücklehnen: Mobile optimierte Seiten sind „Stand der Technik“

Die wachsende Anzahl der Smartphone- und Tabletnutzer führt zu einer Verschiebung der Internetzung zugunsten der mobilen Geräte. 2014 wurde erstmals 50 % Grenze überschritten, über die Hälfte der Internetnutzer nutzt mobile Geräte. Wie die individuelle Verteilung des eingehenden Traffics auf Ihrer Seite zwischen Mobile und Desktop aussieht können Sie beispielsweise in Analysewerkzeugen wie google Analytics ablesen (oder noch bequemer von unseren Experten ablesen lassen 🙂 ). Weitere Erkenntnisse liefern zudem die google Webmastertools. Wer nun aber immer noch glaubt sich weiter zurücklehnen zu können, liegt ähnlich falsch wie schon Bill Gates 1995 mit seiner Aussage „Das Internet ist nur ein Hype.“

Mobil optimierte Seiten sind heute Stand der Technik. Wenn Ihre Webseite auf dem Smartphone oder Tablet heute nicht genauso gut zu bedienen ist wie die Desktop-Version sollten Sie dringend handeln und die Optimierung vorantreiben, so dass sich Ihre Online-Präsenz optimal an die Ausgabegeräte anpasst. Diese Anpassungsfähigkeit des Design nennt man „Responsive-Design“. Wird eine Webseite relauncht sollte aus unserer Sicht künftig immer ein responsives Design berücksichtigt werden.

Günstige Auswege für kleine Webseitenbetreiber

Insbesondere die Betreiber kleinerer Seiten haben auch jetzt noch die Möglichkeit zu handeln. Für die beliebtesten Content-Management-Systeme wie TYPO3, WordPress und Co. gibt es bereits für wenig Geld vorgefertigte, mobil optimierte Layouts. Diese Layouts können als Basis dienen um die bestehenden Inhalte in die neue Version zu übertragen und künftig auch für Smartphone-Nutzer optimal anzuzeigen. Für die Systeme TYPO3 und WordPress bieten wir als Siegener Internetagentur Lösungen an.

Kontaktieren Sie uns telefonisch oder unsere Kontaktseite, wir freuen uns Sie kennenzulernen.

Oliver Kraft

Oliver Kraft ist Gründer und Geschäftsführer des auf E-Commerce-Lösungen spezialisierten Dienstleisters sologics GmbH & Co. KG.Der staatlich geprüfte Betriebswirt kann auf mehr als 18 Jahre E-Commerce Erfahrung zurückgreifen. Er begleitet erfolgreich zahlreiche E-Commerce Projekte verschiedenster Größenordnung – vom Startup bis zum börsennotierten Großunternehmen.Oliver Kraft ist verheiratet und stolzer Vater von 2 Söhnen.

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